Einladung zum Marsch für das Leben in Berlin

„Catholics for Choice“ lädt ganz herzlich zum 15. Marsch für das Leben am 21. September 2019 in Berlin ein. Dieses Jahr beginnt eine neue Ära in der Geschichte der deutschen Lebensschutzbewegung. Im Mittelpunkt der Demo steht diesmal nicht nur das Thema Abtreibung. Erstmals wird auch ein klares Bekenntnis zur Entscheidungsfreiheit der Mutter im Schwangerschaftskonflikt abgelegt.

Gott sei Dank hat sich bei den Initiatoren des Marsches endlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich die Positionen „Pro-Life“ und „Pro-Choice“ nicht gegenseitig ausschließen, sondern wechselseitig bedingen. Denn Lebensschutz kann es nur mit der Schwangeren geben und niemals gegen sie. Deshalb kann die Entscheidung auch nur bei ihr liegen. Niemand vertritt die Interessen ihres ungeborenen Kindes besser als sie. Sie muss mit ihrer Entscheidung leben.

Dabei darf die Tragweite des Entschlusses natürlich nicht bagatellisiert werden. Der Einladungstext für den Marsch für das Leben betont deshalb: „Eine Abtreibung ist eine endgültige Entscheidung.“ Und genau deshalb kann sie nur bei der Mutter liegen und sonst bei niemandem. Dass Frauen ihre Entscheidung nicht leichtfertig treffen, wurde auch von Mechthild Löhr, die den Marsch für das Leben mitinitiiert, ausdrücklich festgestellt.

Der Impuls für die Neuausrichtung kam von Erzbischof Heiner Koch. An seinem Bischofssitz findet der Marsch für das Leben statt, er marschiert in erster Reihe mit. Wenn der Marsch für das Leben einen Schirmherrn hätte, dann wäre es sicherlich Heiner Koch.

Am Aschermittwoch 2019 argumentierte Heiner Koch in der Talk-Show von Dunja Hayali sehr engagiert für das Lebensrecht des Kindes. Gleichzeitig positionierte sich der Erzbischof zum Schwangerschaftsabbruch: „Die Entscheidung bleibt letztlich dann bei der Mutter“ (39:26). Dunja Hayali wiederholte seine Aussage: „Sie haben vorhin auch nochmal eingeräumt, dass Sie sagen, am Ende muss die Entscheidung dann schon auch die Frau treffen“ (43:30). Darauf bestätigte Erzbischof Koch (44.15): „Ich respektiere, so wie ich das Kind respektiere, die Mutter und auch die Entscheidung, die ansteht.“ Heiner Koch gab jedoch zu bedenken: „Ich bin allerdings auch der Meinung, dass zum Schluss die Mutter in ihrer Verantwortung dasteht“ (47:23). Mit seiner klaren Haltung hat Heiner Koch deutlich gemacht: Nächstenliebe und Pro-Choice sind zwei Seiten der selben Medaille.

„Catholics for Choice“ könnte sich selbst keinen besseren Schirmherren wünschen als Erzbischof Heiner Koch. Bitte unterstützen Sie den Aufbruch und kommen Sie zum Marsch für das Leben nach Berlin. Auch wenn in der Vergangenheit immer wieder einige verirrte Schafe am Marsch teilnahmen, die Frauen im Schwangerschaftskonflikt keine selbstbestimmte Entscheidung zutrauen oder sie bevormunden wollen. Setzen Sie durch Ihre Teilnahme ein Zeichen, dass der Marsch für das Leben in Berlin für Entscheidungsfreiheit im Schwangerschaftskonflikt steht. It‘s a child, but my choice.

Zur Autorin: Gabriele Müller-Degenhardt hat Theologie, Philosophie und Psychologie in München und Padua studiert. Sie war mehrere Jahrzehnte in der Familien- und Lebensberatung tätig. Die Mutter von drei Töchtern lebt in einem Mehrgenerationenhaus, wo sie die Zeit mit ihren fünf Enkelkindern genießt.

Catholics for Choice“ setzt sich seit vielen Jahren in den USA und nun auch in Europa für die katholische Tradition ein, die Freiheit der Gewissensentscheidung als hohes Glaubensgut zu achten.

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Catholics for Choice
Gabriele Müller-Degenhardt
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